Warum dauert es so lange, bis Menschen mit psychischen Problemen einen Psychotherapieplatz bekommen?

Keine Ziele bzw. unerreichbare Ziele: Die meisten Richtlinienpsychotherapien zielen darauf, Symptome zu beseitigen

Fehlende zentrale Frage: „Woran werden Sie (an den Klienten gerichtet) merken, dass unsere Beratungsbeziehung in Ihrem Sinne abgeschlossen ist?“ Diese Frage wird offenbar selten gestellt, wenn überhaupt.

Keine Auftragsklärung: Die Dauer einer Psychotherapie bemisst sich im Krankenkassensystem an der Anzahl genehmigter Stunden, nicht am Ergebnis. Das dehnt Therapieprozesse so, dass sie zum Kassenplan passen, nicht zu den Klienten.

Psychotherapeuten haben massive Dokumentationspflichten. Das Verwalten und Aufschreiben von Defiziterzählungen kosten Zeit, die für Veränderungsarbeit fehlt.

Strikte Anwendung starrer Therapiekonzepte. Ein Mensch mit nachvollziehbar überbordender Angst, einem psychischen Schmerz, einer Zwickmühle, einem paradoxen Auftrag oder einem Loyalitätskonflikt hat einen Anspruch auf intensive Befragung zu dem, was exakt zu diesem Menschen passt (das ist weltweit einmalig) und ihn dazu befähigen kann, seine Situation aus eigener Kraft und mit seinen Kompetenzen zu verbessern.

Verwechslung von Kompetenzen mit Defiziten. Mit dem Konzept der Kompetenzhyperdominanz wird sichtbar, dass viele sogenannte Störungsbilder in Wahrheit ein Übermaß an Kompetenz zeigen.

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